Lughnasad
das Fest der Schnitterin, auch Lughnasad oder Lammas, genannt,(2.August) naht.
Wir feiern das Fest des Erntebeginns und des ersten Kornschnitts.
In dieser Zeit beginnen die Nächte, länger zu werden.

Das goldene Korn bringt Brot und Leben; die Kräuter sind voller Duft.

Mit dem Beginn der Erntezeit bereiten wir uns auf die dunkle Jahreszeit vor,
nehmen Abschied von den sonnensatten Tagen.

Wir fahren die Ernte ein und können auch an die ganz persönliche Ernte denken,
die das langsam verstreichende Jahr jedem Einzelnen von uns gebracht hat.


Obwohl der Lichtgott jetzt langsam seinen Abschied nimmt, so bereitet er sich doch
zugleich auf seine Wiederkehr vor.

Das Fest der Schnitterin führt uns vor Augen, dass in der Natur nichts von Bestand ist,
aber dennoch jedes Jahr in Fülle wiederkehrt.

Der Kräuterbuschen
Die Zeit der Kräuterernte erreicht mit Maria Himmelfahrt ( 15. August) ihren Höhepunkt,
wir sollten uns einen  Kräuterbuschen sammeln.

Damit fangen wir die Wärme und das Licht ein, er gibt uns Schutz und gilt als Allheilmittel.
Im Winter können wir ihn verräuchern um uns die Kraft des Sommers ins Haus zu holen.

Drei mal drei Kräuter sollte der Buschen enthalten, als Opfer an die drei Schicksalsgöttinnen,
den 3 Nornen der nordischen Mythologie.

Hauptbestandteile des Kräuterbuschens sind:
Königskerze, Beifuß, Johanniskraut, Kamille, Schafgarbe, Mädesüß, Dost, Labkraut und Getreideähren.

Warum war gerade der 1. August ein Fest mit diesem Thema der Verbindung von Himmel und Erde und dieser Lichtverehrung?

Interessant sind in diesem Zusammenhang die vielen Marien-Feiertage, die im Umfeld von Lugnasad liegen.
„Maria-Himmelfahrt“ am 15. August wurde gefeiert, wenn der Ährenstern „Spika“
aus dem Sternbild der Jungfrau in den morgendlichen Sonnenstrahlen unterging.


Am 15. August wurde der Geburtstag der Isis gefeiert, der Großen Mutter und Königin des Himmels.

In Griechenland haben wir das Bild der Demeter mit der Ähre.
Mit Maria-Himmelfahrt erlosch dieses Jungfrau-Sternbild in den Strahlen der aufgehenden Sonne.
Mit Maria-Geburt am 8. September taucht die Spika, der Ährenstern wieder auf der anderen Sonnenseite auf.

Lugnasad ist rein keltisch.
Im Sächsischen heißt es Lammas. Bekannt ist es auch als Schnitterfest, wo die Getreidefelder
geschnitten werden und das Korn eingebracht wird.

In diesem Zusammenhang gibt es viel überliefertes Brauchtum, das eher bekannt ist:
Erntefeste, Ähren, die auf dem Feld für die Göttin stehengelassen werden; Brote, die gebacken werden.

Allen diesen Handlungen liegt die gleiche Vorstellung zugrunde: Es gibt keinen Anfang und kein Ende.